Stadt Trier

Trier

Rheinland-Pfalz
kreisfrei
110.636 Einwohner

Früher errichteten die Römer in Trier monumentale Bauten aus Stein, um ihre Macht zu demonstrieren. Heute soll die Natur das Sagen haben, dafür werden kommunale Grünflächen naturnah aufgewertet zum Beispiel indem Totholzstämme für Hirschkäfer erhalten werden.
 
Mehr Totholz und Wurzelraum für Stadtbäume
Die Stadt Trier hat erkannt: Wenn es den Bäumen in der Moselstadt gut geht, geht es auch den dort lebenden Menschen und Tieren gut. Neu gepflanzte Bäume erhalten daher einen mindestens 16 Kubikmeter großen Wurzelbereich keine Selbstverständlichkeit im eng umkämpften Straßenraum. Ein besonderes Engagement gilt auch dem Erhalt sogenannter Biotopbäume, die mit ihren Höhlen und Spalten Fledermaus, Specht & Co. wertvolle Lebensräume bieten.
 
Ein Zoo für Hirsch- und Nashornkäfer
Hoch über der östlichen Innenstadt erstreckt sich der Petrispark. Auf unterschiedlich großen Geländeflächen wurden gemeinsam mit Auszubildenden des StadtGrün Trier Lebensräume für zwei imposante Käferarten angelegt: Für den Hirschkäfer wurden Totholzstubben und -stämme aufgestellt und dem kastanienbraunen Nashornkäfer Holzhäcksel als Nistplatz zugestanden. Andere totholzbewohnende Arten und Insekten haben auf einer angrenzenden Streuobstwiese ihren Lebensraum erhalten.
 
Strategisch zum Ziel
Die umfassende Grünflächenstrategie der Stadt Trier steht auf drei Säulen: StadtGrün als StadtThema beabsichtigt die Bürgerinnen und Bürger mit Öffentlichkeitsarbeit und Mitmachaktionen für naturnahe Gestaltung zu sensibilisieren. Naturnahes, blühendes StadtGrün stärkt die lokale Artenvielfalt, beispielsweise die Verwendung von Regiosaatgut sowie die Pflanzung heimischer und insektenfördernder Arten. StadtMobilar für Tiere soll zum einen Biotope für Spezialisten und Zielarten schaffen und zum anderen das Stadtgebiet mit Tier-Wohnstätten wie Vogel- und Fledermauskästen ausstatten.