Stadt Hildesheim

Hildesheim

Niedersachsen
Landkreis Hildesheim
104.230 Einwohner

 

Die Hochschulstadt Hildesheim erhält viele wertvolle Altbäume. Aber nicht nur beim Schutz baumbewohnender Insekten, Käfer & Co., auch für besondere und gefährdete Tier- und Pflanzenarten ist das Engagement groß.
 
Schonender Umgang mit Altbäumen
Absterbende und zerfallende Bäume sind ein wertvoller Lebensraum. Höhlen und Spalten dieser Gehölze bieten geschützten und gefährdeten Tieren wie Spechten, Fledermäusen, Hornissen, Haselmäusen oder Hirschkäfern Unterschlupf. Daher werden in den Hildesheimer Grünanlagen die wertvollen Altbäume beispielsweise durch Kronensicherungsmaßnahmen stabilisiert, um einer frühzeitigen Fällung aus Verkehrssicherheitsgründen vorzubeugen. Ein Schild kennzeichnet diese Gehölze und macht ihren ökologischen Wert auch für die Bürgerinnen und Bürger ersichtlich.
 
Rücksicht auf seltene Arten
Die im April gelb blühende Wilde Tulpe ist die einzige in Deutschland wild vorkommende Tulpenart – eine Hildesheimer Besonderheit. Damit die seltene Pflanze erhalten bleibt, pflegt die Stadt die Grünflächen äußerst sorgsam. Mitten in der Stadt gibt es noch weitere Seltenheiten wie zum Beispiel die Orchidee Breitblättrige Fingerwurz auf die in der Grünflächenunterhaltung besonders Rücksicht genommen wird. Aber nicht nur für die schützenswerten Pflanzen macht sich die Stadt stark: Um Wildbienen und andere Insekten zu fördern, legt Hildesheim Blühflächen mit vielen Pollen- und Nektarpflanzen an.
 
Vogelschutz im Gewerbegebiet
Eines der letzten niedersächsischen Vorkommen der Feldlerche ist in Hildesheim zu finden, wo der seltene Vogel seit Jahren in mehreren Gewerbegebieten brütet. Aus diesem Grund will die Stadt Firmen mit Gewerbeflächen in den Revieren der Lerche für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen gewinnen. Die Stadt geht selbst mit gutem Beispiel voran und hat im Gewerbegebiet Wiesenstreifen angelegt, die der Haubenlerche (Bild oben) als Brut- und Nahrungsgebiet dienen sollen.